Leichtmetallfelgen „Gefällt er dir denn überhaupt nicht?“, so die Frage des verblüfften Erwerbers eines neuen Automobils an seine säuerlich blickende Freundin, als er ihr seinen Wagen vorstellte. „Doch, schon, aber müssen diese langweiligen Stahlfelgen denn wirklich sein? Die hat doch heute niemand mehr. Ich hatte mir eigentlich etwas Schnittigeres vorgestellt!“ „Weiber!“, dachte er, musste dann aber zugeben, dass sie irgendwie recht hatte: Leichtmetallfelgen wären bestimmt attraktiver gewesen.
Der visuelle Aspekt ist ganz klar das Hauptkriterium, wenn es darum geht, sich entweder für Stahlfelgen oder Leichtmetallfelgen zu entscheiden. Eine sehr große Auswahl an Felgen dieser Art in mittlerweise ganz unterschiedlichen Designs ermöglicht es, aus dem einfachen Serienfahrzeug mit einem entsprechend großen monetären Einsatz ein ganz und gar individuelles Gefährt zu machen – Tierfiguren, Mehrspeichenfelgen und nahezu komplett geschlossene Felgen sind mittlerweile erhältlich. Auch die Nachfrage nach unterschiedlichen Farben wächst ständig.
Leichtmetallfelgen sind zudem leichter, da sie im Normalfall aus einer Aluminiummischung bestehen. Das bewegte Gewicht ist deshalb geringer, was sich bisweilen günstiger auf den Treibstoffverbrauch auswirkt, Leichtmetallfelgen rosten nicht, und die Bremsen werden dank größerer Öffnungen besser belüften.
Ein Argument gegen diese leichten Felgen war früher oft der Preis. Das ist heute anders: Qualitativ hochwertige Stahlfelgen mit den entsprechenden Radkappen sind oftmals sogar teurer; über ihren Kauf lässt sich also durchaus diskutieren.
Auch in Bezug auf den Umweltschutz sind Leichtmetallfelgen ganz vorne: Sie haben eine sehr lange Lebensdauer und können fast vollständig recycelt werden.
Natürlich haben sie auch ihre Schwachstellen. Speziell bei preisgünstigen Modellen besteht die Gefahr, dass sie korrodieren – besonders unter winterlichen Bedingungen durch den Kontakt mit Salz oder Sand. Stahlfelgen sind oft für diese Zeit eine bessere Wahl, weil sie resistenter gegen Klimaeinflüsse sind. Leichtmetallfelgen verschmutzen im Allgemeinen schneller und sollten daher regelmäßig gesäubert werden, obwohl es mittlerweile Speziallackierungen gibt, die Öl, Staub und Schmutz auf lange Zeit abweisen. Sehr wichtig für die Reinigung: ein milder Felgenreiniger, denn aggressive Bestandteile könnten die Lackierung angreifen. Bei tiefen Rissen oder groben Beschädigungen ist ein Austausch der Felgen auf jeden Fall obligatorisch.
Auch die Sicherheit sollte nicht außer Acht gelassen werden. Leichtmetallfelgen, die ohne ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) feilgeboten werden, sollte der Interessierte mit Misstrauen betrachten: Bußgelder sind schnell fällig, und die Versicherung stellt sich bei Unfällen oft quer.
Fazit: Stahlfelgen haben durchaus ihre Berechtigung, aber wer seinem „besten Stück“ einen persönlichen Touch verleihen möchte, kommt heute an Leichtmetallfelgen kaum noch vorbei – und dann klappt es auch mit der Freundin!
Hier erhalten Sie die Übersicht der Leichtmetallfelgen sortiert nach Alphabet.